1960

Bauernstelle

Bauernstelle

Öl auf Leinwand, 24 x 30
Bez. r. u.: Metzkes 60, verso: 1960
Jahresbild, Besitz der Familie Metzkes
Literatur: Jahresbilder, Farbtaf. S. 21
In der Mitte der fünfziger Jahre begann Metzkes Prosa zu schreiben. Bis 1960 entstanden drei
Romanmanuskripte und zwei Stücke für das Theater. Der Roman „Phönix und Schildkröte“
wurde um 1958 beendet. Der Aufbau-Verlag lehnte das Manuskript zur Veröffentlichung ab,
wenngleich dessen Lektor, Herbert Nachbar, der Text begeisterte. Er vermochte sich jedoch
nicht gegen ein Gremium durchzusetzen, das seine Entscheidungen hinter verschlossenen
Türen zu fällen gewohnt war. In einer freundschaftlichen Geste überließ Nachbar der Familie
Metzkes für einige Wochen seine Sommerwohnung auf Ummanz. Das 223 Seiten starke
Manuskript  des Romans „Phönix und Schildkröte“ wurde 1960 gekürzt und überarbeitet und
bildete die Grundlage für „Uriël und Singeltrüdchen“, das Metzkes 1998 als Künstlerbuch
veröffentlichte.
Das Gemälde „Bauernstelle“ wurde auf der Halbinsel Ummanz gemalt. Gleiches gilt auch für
das Gemälde „Boot und Fischerhütte“. In beiden Fällen hatte Metzkes die Leinwand zunächst
auf einem Reißbrett befestigt, um sie später in Berlin auf einen Keilrahmen aufzuziehen.

 

 

 

Boot-und-Fischerhütte

Boot und Fischerhütte

Auch: Boot und Fischerhütte, Ummanz 1960
Öl auf Leinwand, 24 x 30
Bez. M. o.: Metzkes 60, verso: Titel und Jahr
Jahresbild, Besitz der Familie Metzkes
Literatur: Jahresbilder, Farbtaf. S. 19
Auf Ummanz gemalt, siehe „Bauernstelle“.

 

 

 

Flatterndes-Segel

Flatterndes Segel

Öl auf Rupfen (auf Leinwand kaschiert), 24 x 30
Bez. l. o.: Metzkes 60, verso: Titel
Privatbesitz

 

 

 

Hafen-(blau)

Hafen (Blau)

Öl auf Leinwand, 70 x 100
Bez. r. u.: Metzkes
Privatbesitz
Literatur: Metzkes, Apolda 2008, Farbtaf. S. 21
Ausstellungen: Metzkes, Apolda 2008

 

 

 

Hafen-(grau)

Hafen (Grau)

Öl auf Leinwand, 70 x 100
Bez. r. u.: Metzkes
Privatbesitz
Literatur: Metzkes, Berlin 1975, Nr. 7; Metzkes, Apolda 2008, Farbtaf. S. 20
Ausstellungen:
Metzkes, Berlin 1975 (?); Metzkes, Apolda 2008

 

 

 

Nördlicher-Hafen

Nördlicher Hafen

Öl auf Pappe, 48 x 58
Bez. l. u.: Metzkes 60, verso: 1960
Privatbesitz
Unmittelbar nach dem Umzug in die Kollwitzstraße entstanden

 

 

 

Schiffskanne

Schiffskanne

Öl auf Leinwand, 40 x 40
Bez. M. o.: Metzkes 60
Privatbesitz Berlin
Ein Phantasiestück, das die Idee einer keramischen Teekanne festhält: „wenn Du keinen Ton
und keinen Ofen hast, malst Du eben“ (Ateliergespräch 23.06.2010). Jahre später, nachdem
Metzkes den Keramiker Johann Kwederawitsch kennengelernt und durch ihn die Möglichkeit
erhalten hatte, solche Kannen herzustellen, entstehen um 1970 (sic!) in einer finanziellen
Notsituation die ersten „Schiffskannen“. Kostenlos als „auffüllende Bestückung“ des Ofens bei Kwederawitsch gebrannt, bietet Metzkes diese für 80 Mark über die Galerie Arkade in Berlin an.

 

 

 

1960 Stilleben mit Kanne und Becher

Stilleben mit Kanne und Becher

Auch: Stilleben mit Teekanne; Kupferkanne
Öl auf Leinwand, 50 x 50
Bez. r. u.: Metzkes 60
Privatbesitz
Literatur: Metzkes, Berlin 1963, Nr. 3; Feist, Metzkes, 1970, S. 426, 245, Abb. 5, S. 250;
Metzkes, Berlin 1977, S. 8-9, 43 Farbtaf. S. 15, Nr. 11; Kluge-Fabényi, Schulenbildung, 1984,
S. 75; Makarinus, Berliner Schule, 1990, Abb. 35; Metzkes, Berlin 1990, S. 181, Farbtaf. S.
36, Nr. 18; Halbrehder, Malerei DDR, 1995, Abb. 70, S. 404; Festschrift 1999, Farbtaf. S. 16
Ausstellungen: Metzkes, Berlin 1963; Metzkes, Berlin 1977, Metzkes, Berlin 1990
Roland März, in Metzkes, Berlin 1977, S. 8: „In dem einfachen ‚Stilleben mit Kanne und
Becher‘ vollzog Metzkes 1960 den Übergang von der zeichnerisch bestimmten zur
malerischen, tonigen Malerei, in der er auch in der folgenden Zeit die warme, erdhafte
Tonskala von Umbra, Ocker, Terra di Siena und Oliv, wie auch silbriges Grau bevorzugen
sollte. Die alltäglichen Dinge gewannen unter dem Einfluß des Lichtes eine neue Stofflichkeit
und Räumlichkeit. Sie sind eingewoben in den bräunlich-grauen Gesamtton, der als
Lichtfarbe über die Gegenstandsfarbe triumphiert. Hier schon wurde deutlich, daß für die
realistische Bildauffassung von Metzkes und die Realisierung der Bildobjekte die Klärung des
Bildraumes zu einer der entscheidenden Voraussetzungen werden mußte. Außer der
Dominanz der Fläche begannen auch die epischen und episodischen Züge allmählich zu
schwinden. Nach den bedrückend schwarzen Bildern, in denen Empfindung und Gefühl
gleichsam eingefroren scheinen, kündigte sich nun ein befreites, schönheitsdurstiges
Lebensgefühl an, eine Gelöstheit im Malerischen voller Delikatesse, die geschult war an der
‚belle peinture‘ der modernen Franzosen. Das ‚Stilleben mit Kanne und Becher‘ gab in seiner
Harmonie von Farbe, Licht, Körper und Bildraum zunächst nur ein Versprechen für
Künftiges, das nicht sofort die zu erwartende stilistische Nachfolge fand.“

 

 

 

1962

1962 Akt

Akt

Öl auf Leinwand, 40 x 30
Bez. r. o.: Metzkes 62; verso: Akt / H. Metzkes, Berlin NO 55, Kollwitzstr. 59 / 10.4.62
Privatbesitz, Berlin
Literatur:  Metzkes, Berlin 1963
Ausstellung: Metzkes, Berlin 1963

 

 

 

Frau-am-Tisch

Frau am Tisch

Öl auf Leinwand, 50 x 50
Bez. r. o. Metzkes (?)
In mehreren Schritten 1962, 1965 und um 1970 übermalt (Ateliergespräche 15.10.2009 und
15.10.2011). 2011 unter dem Titel „Lesende“ in der Galerie Leo.Coppi ausgestellt und
verkauft.

 

 

 

Kartenspiel

Kartenspiel im Grünen

Auch: Kartenspiel im Wald
Öl auf Leinwand, 61 x 70,5 (auch 60 x 70)
Bez. l. o.: Metzkes 62
Privatbesitz
Literatur: Metzkes, Berlin 1963, Nr. 22
Ausstellung: Metzkes, Berlin 1963.
Dargestellt sind Elrid und Robert Metzkes und die Schwester des Malers, Karen Fitzenreiter.

 

 

 

1962 Strohblumen

Strohblumen

Öl auf Leinwand, 30 x 40
Bez. l. o.: Metzkes 62
Privatbesitz
Literatur: Metzkes, Berlin 1977, S. 47, Farbtaf. S. 19, Nr. 21; Makarinus, Berliner Schule,
1990, Abb. 36; Halbrehder, Malerei DDR, 1995, Abb. 73, S. 405; Festschrift 1999, Abb. S.
101
Ausstellungen: Metzkes, Berlin 1977
Roland März, in Metzkes, Berlin 1977, S. 9: „Seit 1962 wurde die Auseinandersetzung mit
der Kunst Paul Cezannes für Metzkes und viele seiner Weggefährten bestimmend für den
weiteren Weg: ‚Cezanne ist die große Akademie, in die viele gegangen sind. Jeder Maler kam
anders als alle anderen heraus. Das zeigt, was er umspannt. Was man gemeinhin unter
Impressionismus versteht, hat mich nie sehr interessiert. Cezanne war der Schlüssel zur
Klassik. Durch ihn kam ich leichter aus der Enge der Nach-Cezanne-Zeit heraus.‘ Metzkes hat
die cézanneske Modulation der Farbstruktur sehr eingehend studiert und sie an einem auf den ersten Blick so unscheinbaren Bild wie dem der „Strohblumen" (1962) in langwieriger,
mühevoller Arbeit geradezu durchexerziert. Das war für den Maler ein schwieriges
Unterfangen, da er sich von allem frei machen mußte, was er vordem schuf. Er machte sich
die Maxime des Malers aus Aix zu eigen, daß die ‚Kunst eine Harmonie parallel zur Natur‘
sein müsse […]. Das bei Cezanne Erlernte überprüfte Metzkes in zahlreichen Studien vor der
Natur, an der Bewegtheit der menschlichen Figur im flirrenden Lichtkreis der Seelandschaft.
Der bläulich kühle Abglanz der festen Dinge des Paul Cezanne, der auf die Bilder des
Berliner Malers fiel, gewann in dem sich mehr und mehr lockernden Farbauftrag an Wärme
und Gelöstheit und ebenso eine ruhende entspannte Körperlichkeit im Raum […]“

 

 

 

1963

Badende

Badende

Auch: Hemd Ausziehende am Strand; Strandszene
Öl auf Leinwand, 60 x 50 (in der Literatur auch 58 x 48,5 und 58 x 49)
Bez. l. o.: Metzkes 63; verso: 15.1.63
Privatbesitz
Literatur: Metzkes, Berlin 1963, Nr. 25; Makarinus, Cézanneismus, 1987, Farbtaf. nach S.
224;
Ausstellungen: Metzkes, Berlin 1963

 

 

 

Badende-(Halef)

Badende (Halef)

Öl auf Leinwand, 24 x 30
Bez. l. o.: Metzkes 63; verso: 16. Nov. 1963
Jahresbild, Besitz der Familie Metzkes
Literatur: Jahresbilder, Farbtaf. S. 27
Ein Bekannter von Werner Stötzer, Harald G., war der Rückenfigur sehr ähnlich, weshalb
dessen Spitzname „Halef“ in den Titel einfloß.

 

 

 

Badestelle-Badende

Badestelle Müggelspree (“Der Teppich”)

Auch: Badende am Müggelsee
Öl auf Leinwand 60 x 70
Bez. l. o.: Metzkes 63
Berlin Privatbesitz
„Der Teppich“ ist die dem Bürgerbräu gegenüber gelegene Badestelle in der Müggelspree.
(Im Unterschied dazu: „Der Läufer“, eine kleinere, südwestlich davon liegende Badestelle am
Ufer des Großen Müggelsees, die nicht von einem Rettungsschwimmer betreut wird.)

 

 

 

Zwiebeln

Zwiebeln

Öl auf Leinwand, 24 x 30
Bez. l. o.: Metzkes 63; verso: 27.8.63
Jahresbild, Besitz der Familie Metzkes
Literatur: Jahresbilder, Farbtaf. S. 25
Digitalfoto 630827 – Zwiebeln

 

 

 

1964

Familie-in-den-Dünen

Familie in den Dünen

Auch: Familie am Strand
Öl auf Leinwand, 150 x 180
Bez. l. u.: Metzkes 63
Privatbesitz
Literatur: Feist, Metzkes, 1970, S. 427 (1964 datiert), Abb. 9, S. 250; Metzkes, Berlin 1990,
S. 181, Farbtaf. S. 41, Nr. 25; Halbrehder, Malerei DDR, 1995, Abb. 74, S. 406; Metzkes,
Schleswig 2006, S. 117, Farbtaf. 12, S. 39; Metzkes, Höch-Preis 2007, S. 15
Ausstellungen: Metzkes, Berlin 1990; Metzkes, Schleswig 2006; Metzkes, Höch-Preis 2007
In der Literatur stark abweichende Datierungen: 1963; 1964; 1965; 1969. Metzkes erinnert
sich eines lange währenden, immer wieder durch Aquarellstudien unterbrochenen und
geklärten Malprozesses (Gespräch am 15.11.2011). Eine vorläufige Fertigstellung 1963 und
ein tatsächliches Ende der Arbeiten am Bild im darauffolgenden Jahr dürfen als
wahrscheinlich angenommen werden.

 

 

 

Frau-auf-Sessel

Frau auf Sessel

Öl auf Leinwand, 58 x 49
Bez. l. o.: Metzkes 64; verso: Nov. 1964; elf Striche (die Anzahl der Sitzungen)
Privatbesitz

 

 

 

Huldigung-an-Courbet

Huldigung an Courbet

Öl auf Leinwand, 90 x 110
Bez. l. o.: Metzkes 64; verso: Titel
Privatbesitz
Literatur: Feist, Metzkes, 1970, S. 426, Abb. 7, S. 250; Metzkes, Berlin 1975, Nr. 10;
Metzkes, Berlin 1977, S. 47, Taf. S. 48, Nr. 24; Metzkes, Berlin 1990, S. 181, Farbtaf. S. 44,
Nr. 26; Halbrehder, Malerei DDR, 1995, Abb. 84, S. 411; Festschrift 1999, S. 27, Abb. S. 28;
Metzkes, Schleswig 2006, S. 117, Farbtaf. 13, S. 40; Metzkes, Höch-Preis 2007, S. 15
Ausstellungen: Metzkes, Berlin 1975; Metzkes, Berlin 1977; Metzkes, Berlin 1990; Metzkes,
Schleswig 2006; Metzkes, Höch-Preis 2007
Roland März, in Metzkes, Berlin 1977, S. 9: „Stilistisch noch ganz im Bannkreis des großen
Franzosen befangen, malte er 1964 mit der ‚Huldigung an Courbet‘ ein erstes Anzeichen der
Befreiung von Cézanne. Die Tonpfeife auf dem Stilleben ist der einzige direkte Hinweis auf
das noch romantisch verklärte Selbstbildnis Courbets, das den jungen Harald Metzkes tief
beeindruckte, als es 1948 auf einem Titelblatt der Zeitschrift ‚bildende kunst‘ erschien. Diese
Erinnerung gleicht der Beschwörung des Gegenbildes angesichts der Gefahren einer
epigonalen Cézanne-Manier. Metzkes sah in Cézanne einen der Endpunkte der klassischen Malerei, ihm weiter zu folgen war unmöglich, es gab nur einen Weg durch seine Malerei
hindurch.“
Peter H. Feist, in Festschrift 1999, S. 27; „Die Hommage für einen großen Maler, einen
wahren ‚Arbeiter der Kunst‘ erfolgt durch fast beiläufig abgestellte Bilder und ungemalte
Bilder – leere Rahmen –, sowie die Feier des Müßiggangs oder Abwartens mit Kaffeetasse,
(Courbets) Tabakspfeife und, listigerweise, den Früchten seines Nachfolgers Cézanne.“

 

 

 

Niehagen-Steilküste

Niehagen (Steilküste)

Öl auf Leinwand, 50 x 60
Bez. l. u.: Metzkes 64; verso: Sept. 1964
Privatbesitz
Literatur: Vgl. Metzkes, Halle 2006, Abb. S. 46 unten: eine Fotografie zeigt H.M. an diesem
Bild malend

 

 

 

1965

Das-Atelier

Das Atelier

Auch: Interieur
Öl auf Leinwand, 60 x 80
Bez. l. o.: Metzkes 65; verso: Februar 65
Privatbesitz
Literatur: Metzkes, Berlin 1975, Nr. 12
Ausstellungen: Metzkes, Berlin 1975

 

 

 

Hans-Fiebig

Hans Fiebig

Auch: Porträt Hans Fiebig
Öl auf Leinwand, 60 x 80
Bez. l. o.: Metzkes
Privatbesitz
Literatur: Metzkes, Berlin 1977, S. 51, Nr. 31
Ausstellung: Metzkes, Berlin 1977
Der Schwiegervater im Atelier des Künstlers

 

 

 

Mann-im-Atelier

Mann im Atelier

Öl auf Leinwand, 24 x 30
Bez. l. o.: Metzkes 65
Jahresbild, Besitz der Familie Metzkes
Literatur: Jahresbilder, Farbtaf. S. 29
In den Jahren 1965 und 1966 entstehen mehrere Gemälde, die sich ganz grundlegend dem
erhältnis von Figur und Raum widmen. In unterschiedlichen Varianten werden Modelle
plaziert, stellt sich Metzkes selbst oder Besucher in anonymer Schemenhaftigkeit dar. Der
Raum kann dabei sowohl als recht helle Fläche nach vorn drängen und die Figur als Teil eines
Bildereignisses umspielen oder als „leerer Kubus“ den nicht stofflichen Umraum zur Figur als
Ambiente aus Licht bilden, das sowohl der Figur als auch einer spartanischen
Gegenständlichkeit angemessen Entfaltung gewährt.

 

 

 

1966

Akt-mit-ausgebreiteten-Arme

Akt mit ausgebreiteten Armen am Strand

Öl auf Leinwand, 120 x 90
Bez. l. o.: Metzkes 66; verso: Juni 66
Privatbesitz

 

 

 

Junge-am-Strand

Junge am Strand

Öl auf Leinwand, 150 x 180
Bez. l. u.: Metzkes 66; verso: Titel und Jahr
Privatbesitz
Literatur: Metzkes, Berlin 1977, S. 52, Nr. 38; Metzkes, Berlin 1990, S. 182, Nr. 34;
Ausstellungen: Metzkes, Berlin 1977; Metzkes, Berlin 1990;

 

 

 

1966 Kartenspieler am Strand

Kartenspieler am Strand

Öl auf Leinwand, 125 x 135
Bez. l. o.: Metzkes 1967 (Jahreszahl evtl. später und irrtümlich hinzugesetzt)
Privatbesitz, Berlin
Die an Giacometti erinnernde Textur findet ihren Höhepunkt und ihr Ende im Jahr 1966. Eine
Datierung vor dem Beginn des „Journals“ ist ebenfalls wahrscheinlich.
Metzkes‘ erklärt seine Hinwendung zu Giacometti anschaulich an einem Gegenbeispiel: Bei
„Matisse steht Fläche neben Fläche“, das Bild habe keinen Raum. Der Logik, daß das Bild ja
selbst Fläche sei, als „Diktum der Fläche für das Bild“ wollte Metzkes nicht folgen.
Giacometti hingegen „öffnete den Raum, den Raum zwischen den Figuren“. (Ateliergespräch
19.06.2011)

 

 

 

Robert

Robert

Auch: Porträt Robert
Öl auf Leinwand, 135 x 125
Bez. r. u.: Metzkes 66; verso: August 66
Privatbesitz
Literatur: Metzkes, Berlin 1986, S. 137, Taf. 6, S. 47, Nr. 6; Metzkes, Berlin 1990, S. 182,
Farbtaf. S. 48, Nr. 38
Ausstellungen:
Metzkes, Berlin 1986; Metzkes, Berlin 1990
Dargestellt ist der 1954 geborene älteste Sohn des Malers.

 

 

 

Selbst-2-11-66

Selbst (2.11.66)

Auch: Selbstbildnis mit grünem Sofa; Selbstbildnis
Öl auf Leinwand, 60 x 80
Bez. r. o.: Metzkes 66, verso: 2.11.66
Privatbesitz
Literatur: Metzkes, Berlin 1975, Abb., Nr. 19; Metzkes, Berlin 1990, S. 182, Taf. S. 43, Nr. 36
Quelle: Journal, 02.11.66
Ausstellungen: Metzkes, Berlin 1975; Metzkes, Berlin 1990;

 

 

 

Selbst-20-10-66

Selbst (20.10.66)

Auch: Selbstbildnis
Öl auf Leinwand, 60 x 80
Bez.: l. o.: Metzkes 66; verso: 20. Okt. 66
Privatbesitz
Quelle: Journal, 20.10.66

 

 

 

Walter-im-Atelier

Walter im Atelier

Auch: Walter im Armstuhl
Öl auf Leinwand, 60 x 80
Bez. l. o.: Metzkes 66; verso: 17. Okt. 66
Privatbesitz
Literatur: Metzkes, Berlin 1977, S. 52, Nr. 35; Metzkes, Berlin 1990, S. 182, Nr. 33;
Quelle: Journal, 17.10.66
Ausstellungen: Metzkes, Berlin 1977; Metzkes, Berlin 1990;
Dargestellt ist der 1956 geborene Sohn des Malers.

 

 

 

1967

Der-Eber

Der Keiler

Auch: Der Eber; Wildschwein und Hunde
Öl auf Leinwand, 100 x 120
Bez. l. o.: Metzkes 67
Privatbesitz
Literatur: Metzkes, Berlin 1975, Abb., Nr. 25; Metzkes, Berlin 1977, S. 61, Taf. S. 62, Nr. 54;
Metzkes, Berlin 1990, S. 182, Farbtaf. S. 52, Nr. 39
Quelle: Journal, 05.09.67

Ausstellungen: Metzkes, Berlin 1975; Metzkes, Berlin 1977; Metzkes, Berlin 1990;
Inspiriert von der Cranach-Zeichnung eines Wildschweinkopfes im Bautzener Museum, aber
auch von „dem Wunsch, Dinglichkeit und Personenhaftigkeit antiimpressionistisch und
karikativ zu erzeugen“ (Ateliergespräch 22.09.2010).

 

 

 

Der-Parnass

Der Parnaß

Auch: Die Sauna
Öl auf Leinwand, 150 x 180
Bez. r. o.: Metzkes 65 (irrtümlich zwei Jahre früher datiert)
Privatbesitz
Literatur: Metzkes, Schleswig 2006, S. 117, Farbtaf. 14, S. 51; Metzkes, Höch-Preis 2007, S.
15; Lothar Lang: Ein Leben für die Kunst. Erinnerungen. Leipzig 2009, Abb. S. 117 und ein
Ausschnitt auf dem Einband
Quelle: Journal, 27.09.67
Ausstellungen: Metzkes, Schleswig 2006; Metzkes, Höch-Preis 2007
Jede Form ist Mitteilung. Das Gemälde, benannt nach dem griechischen Berg der Dichtung, ist eines der seltsamsten und unergründlichsten Bilder in Metzkes’ Werk. Da es bei oberflächlicher Betrachtung missverstanden werden könnte hat es der Maler über vierzig Jahre lang der Öffentlichkeit vorenthalten. Es zeigt in einem fiktiven Gruppenbild die Meister der Sektion Bildende Kunst der (Ost)Berliner Akademie der Künste. Links beginnend erkennt man die Porträts der Professoren Werner Klemke, Hans Theo Richter, davor sitzend Karl Erich Müller, hinten Walter Arnold, der von der Rückenfigur Fritz Cremers fast verdeckt wird, im Profil Heinrich Drake, sodann Bert Heller, sitzend John Heartfield, schließlich ganz rechts, neben einem ausgelassenen juvenilen Genius, Rudolf Bergander. Die unbekleideten Körper lassen an ein Bad oder eine Sauna denken, aber das wäre schlecht beobachtet. Die Frage, was den ehemaligen Meisterschüler veranlaßt haben mag, die von ihm verehrten, die geschätzten und zumindest doch beachteten Akademie-Kollegen der älteren Generation in diesem Bild zusammenzuführen, ist nur teilweise zu rekonstruieren. Zwar ist ein Bild immer Resultat einer ganz grundlegenden Auffassung von Malerei, doch zugleich auch Teil einer Lebensphase, die bestimmte Gedanken und Wertungen und selbst ganz spontane Seiten oder eine momentane emotionale Gestimmtheit einschließen kann. Grundsätzlich dürfen wir annehmen, dass Metzkes dem Bestreben nachging, den nackten Körper als „Erweiterung“ des Porträts
malerisch zu fassen. Dieser Prozeß geht auf zwei Ebenen vor sich, die sich naturgemäß durchdringen und beeinflussen: Der Maler sucht den Körper als „Gehäuse“ des Charakters, und alles Individuelle in dessen Gestik, Haltung und Erscheinen gleichberechtigt zum Antlitz  prechen zu lassen. Die malerische Herausforderung besteht im konkreten Bild in einem relativen Gleichmaß der Darstellung für sehr unterschiedliche Charaktere. Denn sie mußte ohne weitere Attribute und Zeichen und auch ohne eine äußere und gegenstandsverpflichtete Farbe ihre Aufgabe benennen und bewältigen. Günter Feist schrieb über Metzkes’ Figurenbilder, daß sie oft in einen „protosozialen Bereich (...) urwüchsiger, unintellektueller
Zuständlichkeit“ vordringen würden. Und dort erkennen wir die zweite Ebene: Hier will nicht nur der analytisch-beobachtende Blick etwas suchen, sondern die Malerei hat etwas zu erfinden. Daß solche Darstellungen auch ins scheinbar Karikative gleiten können, ist in Kauf zu nehmen. Denn auch diese Formen sind Mitteilungen und nicht austauschbar. Zwischen einer Bildidee und dem Gemalten, zwischen Anspruch und Gelingen ist viel Raum. Der sich das eingesteht und diesem „Raum“ seine Entfaltung läßt, ist der Malerei näher als alle Virtuosität es je erlauben würde.

 

 

 

Feierabend-in-W

Feierabend in W.

Öl auf Leinwand, 24 x 30
Bez. r. o.: Metzkes 65; verso: 1965 (beide Datierungen irrtümlich)
Jahresbild, Besitz der Familie Metzkes
Literatur: Jahresbilder, Farbtaf. S. 37
Das Bild entstand parallel (sic!, nicht „nach dem großen Format“, Gespräch am 16.11.10), als
kompositorische Vergewisserung und Farbspiel zu dem Gemälde „Feierabend in Wilthen“.

 

 

 

Feierabend-in-Wilthen

Feierabend in Wilthen

Ein Feierabend in Wilthen
Mahlzeit im [Steinmetz-]Atelier
Öl auf Leinwand, 150 x 180
Bez. l. o.: Metzkes 65 [um 2005 irrtümlich früher datiert]
Privatbesitz
Literatur: Feist, Metzkes, 1970, S. 427, 246, Taf. 14, S. 255; Metzkes, Berlin 1977, S. 51, Farbtaf. S. 21, Nr. 26; Weggefährten-Zeitgenossen, Berlin 1979, S. 125, Nr. 109; Kluge-Fabényi, Schulenbildung, 1984, S. 75; Metzkes, Berlin 1986, S. 137, Farbtaf. 4, S. 43 und 1. Umschlagseite, Nr. 4; Makarinus, Berliner Schule, 1990, Abb. 38; Metzkes, Berlin 1990, S. 181, Farbtaf. S. 45, Nr. 29; Halbrehder, Malerei DDR, 1995, Abb. 88, S. 413
Quelle: Journal, 26.03.67
Ausstellungen: Weggefährten-Zeitgenossen, Berlin 1979; Metzkes, Berlin 1986; Metzkes,
Berlin 1990
Vom Erlebnis ausgelöst und von einer tiefen Verehrung für Gustave Courbets „Après-dîner à Ornans” (1850) assistiert, begibt sich Metzkes ganz unbefangen in die ikonographische Tradition der „Tischgesellschaft“. Mithin ist sein Gemälde auch eine Antwort auf ungezählte „Brigadebilder“ und Darstellungen von agitatorisch ambitionierten Diskussionen dieser Zeit. Metzkes zeigt eine Mahlzeit in der Werkstatt des Steinmetzmeisters Gottfried Hempel, bei dem Metzkes 1954 einen Auftrag übernimmt. (Hempel war schon während Metzkes‘ Lehre zum Gesellen bei Max Rothe und führte die Werkstatt nach dessen Tod in Wilthen weiter.) Das Bild zeigt links am Tisch einen Kollegen, der Pfeife rauchend Karten legt, in der Mitte Metzkes, Tee eingießend, in der rechten Bildhälfte Gottfried Hempel. Mitte der achtziger Jahre bemüht sich die Westberliner Galerie Neiriz um das Bild. Alternativ hätte es die Nationalgalerie erwerben sollen, deren Sammlung zu diesem Zeitpunkt aber bereits 12 Gemälde von Metzkes umfaßt.  Letztlich gibt Metzkes das Bild an die Galerie Neiriz, die es als Titel auf ihrem Ausstellungskatalog publiziert. 2005 wird Metzkes von einer anderen Berliner Galerie gebeten, das inzwischen von ihr erworbene Gemälde zu signieren, was weder zur Entstehungszeit, noch beim Verkauf geschehen war. Metzkes signierte das Bild in dieser Galerie. Zurück im Atelier signiert er nun auch die kleine Variante analog zum großen Format, das er rückblickend wohl schon 1986 in das Jahr 1965 datiert hatte – denn so ist es im erwähnten Katalog publiziert. Im Journal aber wird das großformatige Bild am 26.03.1967 erwähnt, das  Jahresbild gar nicht.

 

 

 

Ich-im-Winter

Ich im Winter

Auch: Selbstbildnis im Winter
Öl auf Leinwand, 125 x 135
Bez. l. o.: Metzkes 67
Literatur: Metzkes, Berlin 1990, S. 182, Nr. 42; Metzkes, Schleswig 2006, S.  117, Farbtaf. 16, S. 44; Metzkes, Bautzen 2009, S. 63, Farbtaf. S. 32
Ausstellungen: Metzkes, Berlin 1990; Metzkes, Schleswig 2006; Metzkes,  Bautzen 2009
Sammlung Behrens,Premnitz

 

Kino

Kino

Auch: Kinozuschauer; Im Kino
Öl auf Leinwand, 60 x 80
Bez. l. o.: Metzkes 67; verso: 10.2.67
Privatbesitz
Literatur: Metzkes, Berlin 1990, S. 182, Nr. 43;
Quelle: Journal, 10.02.67
Ausstellungen: Metzkes, Berlin 1990;

 

 

 

Kinozuschauer

Kinozuschauer

Auch: Kino
Öl auf Leinwand, 70 x 100
Bez. l. o.: Metzkes 67
Privatbesitz
Literatur: Metzkes, Berlin 1977, S. 56, Taf. S. 57, Nr. 48; Metzkes, Berlin 1990, S. 182, Nr.
44; Metzkes, Schleswig 2006, S. 117, Farbtaf. 17, S. 45; Förster, Heisig, Metzkes, Stötzer,
Cottbus 2009, S. 70
Quelle: Journal 20.05.67;
Ausstellungen: Metzkes, Berlin 1977; Metzkes, Berlin 1990; Metzkes, Schleswig 2006;
örster, Heisig, Metzkes, Stötzer, Cottbus 2009
Während des Malens nahmen die vorn dargestellten Figuren teilweise porträthafte Züge an.
So ähnelt die Figur in der Mitte links Irmgard Böttcher, Ehefrau des Malers Manfred Böttcher,
neben ihr, die Hände gefaltet, der Steinmetzmeister Gottfried Hempel, rechts am Bildrand
Frau Dr. Vera-Maria Ruthenberg, die in Nachfolge von Ludwig Justi 1957 bis 1966 die
Nationalgalerie auf der Berliner Museumsinsel leitete und links hinter ihr der Bildhauer
Siegfried Krepp.

 

 

 

Zuschauer

Zuschauer

Auch: Im Kino
Öl auf Leinwand, 24 x 30
Bez. l. o.: Metzkes 67; verso: 1963 (irrtümlich)
Jahresbild, Besitz der Familie Metzkes
Literatur: Jahresbilder, Farbtaf. S. 35
Quelle: Journal, 08.02.67
Eines von mehreren Bildern, die Zuschauer im Kino oder Theater zeigen; eine größere
Fassung des Motivs entstand parallel (vgl. 10.02.67).
1967 und 1968 begegnen wir in nicht wenigen Gemälden einer eigentümlichen Bildsprache: Die Proportionen der dargestellten Figuren erscheinen urwüchsig, naiv oder launig sonderbar, ihre Physiognomie karikierend erhöht. Dargestellte Szenerien beschreiben das Leben in augenfälliger Affinität zum Grotesken als seltsam, irritierend oder gar traumatisch und mißgeschaffen. Die Nöte unergründlicher Handlungen oder den unbeholfen wirkenden Habit er ganz in ihrem Inneren befangenen Akteure bringt Metzkes dabei als große Malerei, bisweilen in leuchtender, kostbarer Farbigkeit vor Augen. Zum einen artikuliert sich so der ästhetischer Aspekt seines Tuns als ethischer Anspruch, zum anderen wird das Bildverständnis auf seiner ganz elementaren Ebene durchgeführt: Form ist Mitteilung. Die Magie eines Bildes entsteht nicht mit dem, was darauf, sondern primär, wie etwas dargestellt ist. Zuspitzend sagt
Metzkes, das „Wie“ sei der „Träger des Wahns“ im Bilde.

 

 

 

1968

 

Adam-und-Eva

Adam und Eva

Adam und Eva
Öl auf Leinwand, 30 x 40
Bez. r. o.: Metzkes 68
Privatbesitz, Berlin
Literatur: Metzkes, Berlin 1977, S. 63, Nr. 68
Quellen: Journal, 19.10.68
Ausstellungen: Metzkes, Berlin 1977

 

 

 

Akt-mit-Staffelei

Akt mit Staffelei

Akt mit Staffelei
Auch: Das ruhende Modell
Öl auf Leinwand, 125 x 135
Bez. l. o.: Metzkes 68; verso, auf dem Keilrahmen: Titel
Privatbesitz
Literatur: Metzkes, Berlin 1977, S. 61, Nr. 56; Metzkes, Berlin 1990, S. 182, Nr. 51;
Festschrift 1999, Abb. S. 103; Metzkes, Schleswig 2006, S. 117, Farbtaf. 18, S. 43; Metzkes,
Höch-Preis 2007, S. 15
Quelle: Journal, 12.11.68
Ausstellungen: Metzkes, Berlin 1977; Metzkes, Berlin 1990; Metzkes, Schleswig 2006;
Metzkes, Höch-Preis 2007

 

 

 

Der-Bildhauer-Seitz

Der Bildhauer Seitz

Auch: Der Bildhauer; Seitz bildhauert
Öl auf Leinwand, 24 x 30
Bez. r. o.: Metzkes 68; verso: Titel
Berlin, Privatbesitz
Quelle: Journal, 19.03.68
Dargestellt ist in einer archetypischen Überhöhung der Bildhauer Gustav Seitz, den Metzkes nie bei der Arbeit gesehen hat. Fotografien des Bildhauers belegen andererseits, wie treffend es Metzkes gelungen ist, sowohl den Arbeitsvorgang, als auch das Äußere – die großen dunklen Augen, die markante Mundpartie und die kräftigen Hände – ins Bild zu setzen. Seitz‘ Worte zur Eröffnung der Akademieausstellung der chinesischen Maler Li Ko-Jan und  uan Liang am 22. November 1957 (Masch. Manuskript, Archiv der Akademie der Künste der DDR) könnten als Kommentar gelten: „Jede wahre Kunst ist Vereinfachung, ist ein Konzentrat dessen, was der Künstler gesehen, beziehungsweise erlebt hat. Der schöpferische Mensch hat die Gabe, durch Zusammenfassen vieler verschiedener Eindrücke zu einem einzigen, eine stärkere Wirkung zu erzielen als die Wirklichkeit. Hierzu bedient er sich vieler Mittel, er versteht es, wegzulassen, was unwesentlich ist und zu übertreiben, was ihm wesentlich erscheint. Er übersetzt die Wirklichkeit in eine neue Form, die stärker im Ausdruck und wahrer in der Aussage ist als das naturgetreue Abbild.“ (zit. aus Kat. Gustav Seitz. Plastik, Zeichnungen, Graphik. Akademie der Künste der DDR; Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, Berlin 1986).

 

 

 

Die-Bildhauerin

Die Bildhauerin

Öl auf Leinwand, 135 x 125
Bez. l. o.: Metzkes 68
Privatbesitz
Literatur: Metzkes, Halle 2006, Farbtaf. S. 25; Metzkes, Bautzen 2009, S. 63, Farbtaf. S. 31 (irrtümlich 1986 datiert)
Quelle: Journal, 12.02.68
Ausstellungen: Metzkes, Bautzen 2009
Der Bildhauerin Christa Sammler gewidmet.

 

 

 

Kopf-des-Sprengmeisters

Der Kopf des Sprengmeisters

Öl auf Leinwand, 135 x 125
Bez. l. o.: Metzkes 68
Privatbesitz
Literatur: Metzkes, Berlin 1975, Abb., Nr. 27; Werner, Metzkes, 1975, S. 554; Metzkes,
Berlin 1977, S. 63, Taf. S. 60, Nr. 64; März, Metzkes, 1981, S. 219, 214, Abb. S. 219;
Metzkes, Berlin 1990, S. 182, Farbtaf. S. 60, Nr. 47; Halbrehder, Malerei DDR, 1995, Abb.
90, S. 414
Quelle: Journal, 20.10.67 und 19.01.68
Ausstellungen: Metzkes, Berlin 1975; Metzkes, Berlin 1977; Metzkes, Berlin 1990;
Im Journal am 20.10.67 auch „Glowacz“ genannt. 1968 überarbeitet und signiert. Ein ungewöhnlich großes Format, da nicht das „Ornament“ eines „großen Kopfes“, sondern zunächst ein Individualporträt das Wollen bestimmte: Der Sprengmeister, Herr Raue, lebte nach dem Krieg in der Nachbarschaft der Familie Metzkes. Er sprengte das Eis auf der Spree und beseitigte Trümmer. Das Porträt aus der Erinnerung malend, nahm das Bild selbstbildnishafte Züge an; sie wurden durch das kräftige Inkarnat wieder zurückgedrängt.

 

 

 

Rueckkehr-Wartende-Frauen-am3

Rückkehr (Wartende Frauen am Meer)

Auch: Wartende Frauen an Küste
Öl auf Leinwand, 50 x 60
Bez. r. o.: Metzkes 68
Privatbesitz
Quelle: Journal, 24.12.68

 

 

 

Samson-und-Delila

Samson und Delila

Öl auf Leinwand, 24,5 x 30,5
Bez. r. o.: Metzkes 68
Privatbesitz, Erfurt
Quelle: Journal, 26.08.68

 

 

 

Sitzender-Akt-am-Wasser

Sitzender Akt am Wasser

Auch: Sitzender Akt in Landschaft (am See)
Öl auf Leinwand, 40 x 50
Bez. l. u.: Metzkes 68
Privatbesitz
Quelle: Journal, 26.10.68

 

 

 

1969

Akt-auf-Sofa

Akt auf Sofa

Auch: Sitzender Akt auf weißem Tuch; Sitzender Akt auf dem Sofa; Sitzender Akt mit
abgespreiztem Bein
Öl auf Leinwand, 50 x 50
Bez. l. o.: Metzkes 69
Privatbesitz
Literatur: Metzkes, Berlin 1977, S. 64, Nr. 74; Metzkes, Apolda 2008, Farbtaf. S. 32
Quelle: Journal, 03.12.69
Ausstellungen: Metzkes, Berlin 1977; Metzkes, Apolda 2008

 

 

 

Akt-auf-weißem-Kissen

Akt auf weißem Kissen

Schlafender Akt auf grüner Liege mit weißem Kissen
Liegende auf weißem Kissen
Öl auf Leinwand, 135 x 125
Bez. l. o.: Metzkes 69
Privatbesitz
Literatur: Metzkes, Berlin 1977, S. 64, Nr. 80; Metzkes, Berlin 1990, S. 182, Nr. 55; Metzkes,
Apolda 2008, Farbtaf. S. 33
Quelle: Journal, 04.12.69
Ausstellungen: Metzkes, Berlin 1977; Metzkes, Berlin 1990; Metzkes, Apolda 2008

 

 

 

Auf-den-Spuren-W-I-L

Auf den Spuren W.I.L’s

Steinsetzer-Rentnerbrigade
Öl auf Leinwand, 24 x 30
Bez. r. u.: Metzkes 69 (schwer lesbar); verso: Titel, 5.6.69
Privatbesitz
Quelle: Journal, 05.06.69
Im sogenannten „Leninjahr“ 1969, d.h. im Jahr vor Lenins 100. Geburtstag, wurde allerorts in der DDR viel „auf den Spuren Lenins“ geforscht und gedacht. Der Bildtitel ironisiert diese Beflissenheit, insofern er auch diesen alten Herren die „Spurensuche“ unterstellt.

 

 

 

Der-getreue-Hirte

Der getreue Hirte

Der gute Hirte
Öl auf Leinwand, 120 x 100
Bez. l. o.: Metzkes 69
Privatbesitz
Literatur: Metzkes, Berlin 1975, Nr. 34; Werner, Metzkes, 1975, S. 554; Metzkes, Bautzen
2009, S. 63, Farbtaf. S. 30
Quelle: Journal, 24.06.69 „Der Mann der seine kranke Ziege trägt“
Ausstellungen: Metzkes, Berlin 1975; Metzkes, Bautzen 2009

 

 

 

Die-Schwelle

Die Schwelle

Fritz Cremer im Protest über die Zuwahl der neuen Akademie-Mitglieder
Öl auf Leinwand, 24 x 30
Bez. l. o.: 30.5.69; r. o.: Metzkes; verso: Titel, Jahr
Privatbesitz
Quelle: Journal, 30.05.69
Einem ideologisch orientierten Vorschlag folgend wurden vier Maler, die als Repräsentanten des Verbandes Bildender Künstler der DDR anzusehen waren, als Mitglieder in die (Ost)Berliner Akademie der Künste gewählt. Fritz Cremer hat dies nicht gebilligt. Im Bild ist er links dargestellt, den Plenarsaal verlassend. Die neuen Akademie-Mitglieder: Gerhard Bondzin in der Bildmitte als Rückenfigur, rechts von ihm Willi Sitte, sodann die hoch aufgeschossene Figur Willi Neuberts und schließlich vorn rechts Walter Womacka.

 

 

 

Elrid-und-ich

Elried und ich an der Staffelei

Öl auf Leinwand, 24 x 30
Bez. l. o. und r. o.: Metzkes 69; verso: Titel, 21.11.69
Privatbesitz
Quelle: Journal, 21.11.69

 

 

 

Elrid-und-ich-an-Staffelei

Elrid und ich vor Staffelei, Elrid auf der Stuhllehne sitzend

Öl auf Leinwand, 24 x 30
Bez. l.o.: Metzkes 69; verso: 22.11.69
Jahresbild, Besitz der Familie Metzkes
Literatur: Jahresbilder, Farbtaf. S. 45
Quelle: Journal, 22.11.69

 

 

 

Grosser-Schritt-am-Strand

Großer Schritt am Strand

Auch: Badende Frau (Schreitende)
Öl auf Leinwand, 24 x 30
Bez. l. o.: Metzkes 69; verso: 13. Aug. 69
Jahresbild, Besitz der Familie Metzkes
Literatur: Jahresbilder, Farbtaf. S. 43
Quelle: Journal, 13.08.69